SbW

Das Sozialpädagogisch betreute Wohnen (SbW) richtet sich an Jugendliche bzw. junge Heranwachsende ab 16 Jahren, die:

  • bereits durch die Jugendhilfe vollstationär betreut wurden und bei denen aufgrund von Stagnation oder neuer Perspektivplanung eine solche Wohnform angezeigt ist.
  • aufgrund ihrer persönlichen Entwicklung und Reife den nächsten Schritt nach dem Gruppenleben in eine Verselbstständigung anstreben.
  • aus externen Betreuungsformen, nach Abklärung der Ressourcen für eine begleitete Verselbständigung in Frage kommen.
  • bereits über eine gewisse Selbständigkeit verfügen, aber sowohl im sozial-emotionalen Bereich, in der Alltagsbewältigung und ihrer Zielfindung hinsichtlich persönlicher und schulisch/beruflicher Perspektiven eine weitere Unterstützung benötigen.
  • das Ziel verfolgen, eigenverantwortlich in der eigenen Wohnung leben zu wollen.
  • das Hilfsangebot auf der Grundlage der Freiwilligkeit wahrnehmen, d.h. eine Mitwirkungsbereitschaft muss gegeben sein.
  • in der Lage sind, sich in Krisenzeiten außerhalb der Betreuungszeit an die Rufbereitschaft zu wenden.

Insgesamt bietet das SbW 8 Plätze für die jugendlichen Bewohner an, die auf drei Wohngemeinschaften und drei Etagen verteilt sind (3-3-2).

Jede Wohngemeinschaft verfügt über Bewohnerzimmer, eine vollausgestattete Küche, Dusche und ein separates WC. Eine größere Wohnküche im Erdgeschoss bietet Gelegenheit für gemeinschaftliches Beisammensein.

Im Prozess der Verselbstständigung bieten wir unsere fachliche Unterstützung in den Bereichen Alltagskompetenzen, persönliche und soziale Kompetenzen, schulische und berufliche Kompetenzen, Freizeit und Hilfestellung bei der Beschaffung einer geeigneten Wohnmöglichkeit an. Somit kann als Anschlussperspektive sowohl eine Singlewohnung als auch ein WG-Wohnen angestrebt werden.

Das Team des SbW besteht aus drei Fachkräften (Erzieherinnen und Sozialpädagogin), die jeweils für eine WG Ansprechpartner und Mentor für die jeweiligen Bewohner sind. Mit dem Mentor können die Bewohner die Fragen des täglichen Lebens und persönliche Ziele besprechen. Hierbei setzen wir voraus, dass die Jugendlichen ein ausreichendes Maß an Verlässlichkeit, Kooperationsbereitschaft und grundlegende soziale und kulturelle Fähigkeiten besitzen.

Das SbW stellt nicht den Anspruch einer „Einrichtung über Tag und Nacht“ im Sinne des § 34 KJHG. Jedoch ist eine ständige Rufbereitschaft für Notfälle eingerichtet.

Die Verweildauer im Sozialpädagogisch betreuten Wohnen ist abhängig von der individuellen Hilfeplanung sowie vom Prozessverlauf der Hilfe.