Traumapädagogik als Grundhaltung im Kinder- und Jugenddorf Delbrück. Wieso eigentlich?

Traumapädagogik ist keine kleine Nische der "normalen Pädagogik". Traumapädagogik umfasst Erkenntnisse aus vielen verschiedenen Disziplinen und findet eine gute Sprache und wissenschaftliche neurobiologische Begründung für viele klassische Konzepte der stationären Jugendhilfe.

Ansatzpunkte für traumapädagogische Förderung:

  • Achtsamkeitsförderung zur Reduktion der Dissoziationsneigung und Förderung der Sinnes und Körperwahrnehmung
  • Förderung der Bindungs- und Mentalisierungsfähigkeiten
  • Verbesserung der Emotionswahrnehmung und Emotionsregulation
  • Steigerung der Selbstfürsorge
  • Steigerung der Selbstwirksamkeit und sozialen Kompetenzen
  • Förderung der Resilienzfaktoren    

Eine wesentliche Basis der Traumapädagogik stellt eine Grundhaltung dar, die das Wissen um Folgen von Traumatisierungen und biographischen Belastungen berücksichtigt und ihren Schwerpunkt auf die Ressourcen und Resilienzen der Mädchen und Jungen legt. Hierbei bildet eine wertschätzende und verstehende Haltung das Fundament.

Grundhaltungen der Traumapädagogik:   

  • Die Annahme des guten Grundes - "Alles was ein Mensch zeigt, macht einen Sinn in seiner Geschichte!"
  • Wertschätzung - "Es ist gut so, wie du bist!"
  • Partizipation - "Ich trau Dir was zu und überfordere Dich nicht!"
  • Transparenz - "Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit!"
  • Spaß und Freude - "Viel Freude trägt viel Belastung!"